Chronik der Einsatzkleidung

Einsatzuniform 1900

Die Einsatzuniform zu Beginn des 20sten Jahrhunderts. Zum schwarzen, zweireihigen Uniformrock mit Messingknöpfen wurden eine schwarze Hose, Lederschuhe, ein Messinghelm und ein Gurt getragen. Diese Uniform wurde, zumindest in Teilen, noch bis in die 50er Jahre getragen, wobei der Messinghelm später oft durch den rot lackierten Feuerschutzhelm ersetzt wurde.

Bayern 1

In den 50er Jahren wurde dann der erste Schutzanzug, später als Bayern 1 bezeichnet, in Bobingen eingeführt. Zum olivgrünen Bayern 1 gehörte der rot lackierte Feuerschutzhelm, der Hakengurt aus Leder und Gummistiefel. Später wurde der Bayern 1 dann auch mit dem „neuen“ gelb-nachleuchtend lackierten DIN Feuerwehrhelm getragen.

Bayern 2

In den 70er Jahren wurde in Bobingen der Schutzanzug Bayern 1 durch den Bayern 2 abgelöst. Der olivgrüne Bayern 2 Schutzanzug war im Schulterbereich mit einem wasserabweisendem Überwurf mit je einem Reflexstreifen auf der Vorder- und Rückseite ausgerüstet. Der Bayern 2 wurde mit dem DIN Feuerwehrhelm, dem neuen Feuerwehrsicherheitsgurt, Lederhandschuhen und Lederstiefeln getragen.  Zum Bayern 2 gab es später auch orange Regenschutzjacken mit heraustrennbarem Innenfutter. Der DIN Feuerwehrhelm wurde später mit einem Klappvisier ergänzt.

Bayern 2000

Ende der 90er Jahre wurde in Bobingen der Schutzanzug Bayern 2000 eingeführt. Der schwarze Schutzanzug war im Schulterbereich rot und auf der Vorder- und Rückseite sowie an Armen und Beinen mit reflektierenden und mit nachleuchtenden Streifen ausgerüstet. Zusätzlich wurde eine Überjacke für Atemschutzeinsätze und als Wetterschutz eingeführt. Der Helm blieb der DIN Helm mit Klappvisier und auch Gurt, Handschuhe und Stiefel blieben gleich. Später erhielten alle Atemschutzgeräteträger Überhosen, sowie spezielle Handschuhe aus Nomex, für besseren Schutz im Innenangriff.

Schutzanzug 2012

Ab 2012 wurde in Bobingen ein neuer Schutzanzug nach HuPF Teil 1 und 4 eingeführt. Der schwarze Schutzanzug ist auf der Vorder- und Rückseite sowie an Armen und Beinen mit kombinierten reflektierenden und nachleuchtenden Streifen ausgerüstet. Die kürzere Überjacke ist leichter und bietet mehr Bewegungsfreiheit und praktische Details wie Daumenlöcher und einen Haken für die Schutzhandschuhe. Durch die bereits eingeführten Überhosen bietet der neue Schutzanzug maximalen Schutz im Innenangriff. Mit dem neuen Schutzanzug wurde auch ein neuer Helm eingeführt. Der neue Helm erfüllt die aktuelle DIN EN Norm für Feuerwehrhelme und besitzt, separat einsetzbar, ein integriertes Visier und eine integrierte Schutzbrille, zudem kann die Kopfweite von außen eingestellt werden. Es werden weiterhin der Feuerwehrsicherheitsgurt in der aktuellen Version, sowie Lederstiefel getragen. Für die technische Hilfeleistung wurden spezielle Handschuhe beschafft.