Atemschutzpflege

Atemschutzpflege

Nach Einsätzen und Übungen werden die benutzten Masken und Pressluftatmer in der Atemschutzwerkstatt abgelegt, um diese dort zu reinigen, zu desinfizieren, zu prüfen bzw. die Flaschen zu füllen.
In der Zwischenzeit werden die Fahrzeuge mit Ersatzgeräten ausgestattet, sodass diese
wieder einsatzbereit sind.

Alle Atemschutzgeräte müssen regelmäßig geprüft werden:
- zweimal jährlich zur Inspektion der Pressluftatmer und Lungenautomaten. Die Geräte werden auf Dichtigkeit und Funktion geprüft, ggf. auch repariert.
- Alle vier Jahre müssen Ausatemventil bei Masken und Membranen bei Lungenautomaten und alle sechs Jahre die Sprechmembrane der Masken getauscht werden.
- Jeder ausgebildete Atemschutzgerätewart darf diese Prüfung durchführen.
- Alle sechs Jahre wird eine Grundüberholung für Pressluftatmer und Lungenautomat fällig. Druckminderer, alle Dichtungen und das Dosierventil werden ersetzt. Nur Gerätewarte mit einer speziellen Zertifizierung des Herstellers (Dräger) dürfen diese Grundüberholungen durchführen.

 

 

Die gebrauchten Masken und Lungenautomaten werden vor der Reinigung mit der Spülmaschine in ihre Einzelteile zerlegt und gerätebezogen in Körben sortiert.

 

 

Stark verschmutzte Masken und Lungenautomaten werden im Waschbecken händisch vorgereinigt.

 

 

Spülmaschine

In der speziellen Spülmaschine TopClean M von Meiko können Masken, Lungenautomaten (interner Mitteldruck) und Tragegestell mit Druckminderer gereinigt und desinfiziert werden. Pro Spülgang können bis zu vier Masken, vier Lungenautomaten oder sogar ein Pressluftatmer gesäubert werden. Je nach Verschmutzung dauert die Reinigung mit Desinfektion 6, 9 oder 12 Minuten. Da wir in Bobingen sehr hartes Wasser haben, wurde eine Umkehr-Osmose-Anlage eingebaut. Dadurch entstehen keine Kalkablagerungen mehr.

 

 

Trockenschrank

Danach wird alles im Trockenschrank getrocknet. Er fasst bis zu 40 Masken.

 

 

Prüfung

Nach der Trocknung werden alle Teile zusammengebaut und mit dem computergesteuerten Prüfgerät Quaestor 7000 von Dräger geprüft.

 

 

Alle Gerätschaften sind mit einem Barcode versehen. Dadurch kann das Prüfprogramm direkt nach dem Einscannen automatisch gestartet werden. Tippfehler und Verwechslungen werden damit vermieden.

 

 

Die Masken und Lungenautomaten werden aus Hygienegründen nach dem Prüfen in Plastikbeuteln eingeschweißt und eingelagert.

 

 

Hygiene wird in der Atemschutzpflege groß geschrieben.

Neben dem Waschbecken befinden sich Spender für:
- Handseife
- Desinfektionsmittel
- Handcreme      

 

 

Füllleiste

An der Füllleiste können vier 300bar und bis zu zwei 200bar Flaschen gleichzeitig gefüllt werden. Die 300bar Ventile sind mit Füllschläuchen versehen, damit die Flaschen sicher im Flaschenwagen gefüllt werden können. Da diese aus Sicherheitsgründen in der benachbarten Schleuse untergebracht ist, kann der Hauptschalter vom Kompressor und die Luftzufuhr nur von der Werkstatt bedient werden.

 

 

Hochschränke

Lagerung von geprüften Vollmasken, Lungenautomaten, Nomexhauben, Akten und vieles mehr.

 

 

Verwaltung

Am Verwaltungsrechner werden alle Dokumentationen über Personal und Geräte bearbeitet.

Alle Daten von den beiden vernetzten Rechnern werden zusätzlich auf einem Plattenspeicher gesichert.

 

 

Atemschutz – Gitterschrank

Im Lager steht ein fahrbarer Gitterschrank zum Befüllen der Fahrzeuge im Gerätehaus nach Einsätzen und Übungen, indem befinden sich einsatzfertige Pressluftatmer und Vollmasken.

 

 

Rollcontainer Atemschutz

Bei großen Einsatzlagen wird er mit
16 Atemluftflaschen 300bar 6L
20 Vollsichtmasken
20 Ersatzlungenautomaten
Werk- und Schreibzeug
bestückt.
Somit kann mit dem GW Logistik eine mobile Atemschutzpflegestelle am Einsatzort eingerichtet werden.

 

 

Historische Vitrine

Vollsichtmasken von 1940 bis heute
Lungenautomaten von 1964
Maskenbrillen

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