Sonstige Info

Verhalten im Brandfall

  • Bei verrauchtem Treppenraum
    Rauchgase sind hochgiftig, halten Sie die Wohnungstür geschlossen und erwarten Sie die Feuerwehr in der Wohnung. Machen Sie sich am Fenster oder Balkon bemerkbar.
  • Feuerwehr alarmieren
    Notruf 112 wählen 
  • Fenster und Türen zum Brandraum geschlossen halten
    Wichtig, um eine Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern.
  • Angehörige und Mitbewohner warnen
    Bringen Sie Hilfebedürftige in Sicherheit, falls dies für Sie ohne Gefahr möglich ist. Falls nicht bringen Sie sich selbst in Sicherheit, und informieren Sie die Feuerwehr umgehend über die genaue Position der hilfsbedürftigen Person.
  • Keine Aufzüge benutzen
    Bei einem Brand können Aufzüge zur tödlichen Falle werden, wenn z.B. der Strom durch die Brandeinwirkung ausfällt. Stoppt der Aufzug im Brandgeschoss, und die Türen öffnen sich, so besteht die Gefahr, dass die Lichtschranke, welche absichern soll, dass sich beim schließen der Tür niemand in der Tür befindet, durch den Brandrauch unterbrochen wird und die Türe sich nicht mehr schließt, somit ist der Aufzug im Stockwerk des Brandes gefangen.
  • Feuerwehr erwarten
    Zeigen Sie die Zugänge und halten sie gegebenenfalls Schlüssel bereit.
  • Den Brand bekämpfen
    Versuchen Sie nur den Brand zu bekämpfen, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen und nur wenn ihnen die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung stehen z.B. Feuerlöscher oder Löschdecke.

Verhalten bei Verkehrsunfällen

Keine Angst, auch hier gibt es einfache Dinge die Jeder machen kann, wenn man als Erster an einer Unfallstelle ankommt.

 

Sichern sie die Unfallstelle ab.

Absolute Priorität hat das Absichern der Unfallstelle gegen den nachfolgenden Verkehr. Schalten Sie ihre Warnblinkanlage und Ihr Abblendlicht ein, stellen Sie ihr Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand, mit ausreichend Abstand (min. 50m) zur Unfallstelle ab.

Achten Sie auf den Eigenschutz! Verwenden Sie ggf. ihre Warnweste. Entfalten Sie ihr Warndreieck heben Sie es vor sich, gehen Sie am Rand der Straße entlang, wenn möglich hinter der Leitplanke, und warnen, bzw. stoppen Sie  andere Verkehrsteilnehmer indem Sie das Warndreieck schwenken. Stellen Sie das Warndreieck im richtigen Abstand zur Unfallstelle ab. Die einzuhaltenden Sicherheitsabstände sind die folgenden:

Innerhalb von Ortschaften 50 m

Außerhalb von Ortschaften 100 m

Auf Autobahnen 200m

Bei Kurven oder Kuppen ist das Warndreieck vor diesen aufzustellen. Zum Abschätzen der Entfernung können Sie die Leitpfosten verwenden, diese sind in einem Abstand von 50 m aufgestellt.

Verschaffen sie sich einen Überblick

- Nach dem Sichern der Unfallstelle verschaffen Sie sich einen Überblick. Versuche Sie herauszufinden wie viele Personen, wie schwer, verletzt worden sind und wie viele Fahrzeuge beteiligt sind. Hier ist vor allem interessant ob Personen eingeklemmt sind.

Setzen Sie den Notruf ab

- Setzten Sie nun, wie oben beschrieben, den Notruf ab.

Durch das Sichern der Unfallstelle und das Absetzen des Notrufes haben Sie bereits wertvolle Hilfe geleistet.

Bei schwer beschädigten Fahrzeugen mit eingeklemmten Verletzten sind weitere Maßnahmen für den Ersthelfer meist nicht möglich.

Weitere Maßnahmen

Wenn Sie dazu in der Lage sind weitere Hilfe zu Leisten so Beginnen Sie mit den Sofortmaßnahmen:

-       Kontrolle von Bewusstsein, Atmung und Puls

-       Ist die Person ansprechbar und es besteht keine unmittelbare Gefahr z.B. durch ein brennendes Fahrzeug oder drohenden Absturz, so belassen Sie die Person im Fahrzeug.

-       Bewusstlose Personen sollten aus dem Fahrzeug gerettet werden, da weitere Maßnahmen im Fahrzeug nicht möglich sind. Achten Sie vor der Rettung darauf, ob eventuell die Beine eingeklemmt sind.

-       Ist Atmung vorhanden, so bringen Sie den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage, sorgen Sie für die Wärmeerhaltung (Rettungsdecke) und kontrollieren Sie weiterhin die Atmung.

-       Ist keine Atmung vorhanden so beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). Aktuell wird ein Rhythmus von 30 Kompressionen bei einer Frequenz von 100 pro Minute und 2 Atemspenden empfohlen.

In jedem Fall:

- Warten Sie auf die Rettungskräfte und geben Sie den ersten Einheiten, falls möglich, einen kurzen Überblick.

-  Wenn Sie die Unfallstelle verlassen wollen, melden Sie sich bitte bei den eingesetzten Polizeikräften.

Übrigens, Kurse für Sofortmaßnahmen am Unfallort bzw. Erste Hilfe Kurse, werden sicher auch in ihrer Nähe angeboten.

 

 

Rettungsgasse

Bei einer Staubildung auf mehrspurigen Straßen ist grundsätzlich eine Rettungsgasse zu bilden. Bei zweispurigen Straßen zwischen den zwei Fahrspuren, und bei drei oder noch mehr Fahrspuren, zwischen der ganz linken und der daneben liegenden Spur.

Flyer Rettungsgasse des LFV Bayern.

 

 

Rettungskette Forst

Bei Unfällen im Wald ist es für die Rettungskräfte problematisch die genaue Unfallstelle zu finden, da diese für den Anrufer meist schwer zu beschreiben ist. Hier macht es Sinn, die Rettungskräfte von einem vereinbarten Treffpunkt aus zur Unfallstelle zu führen. Hierfür wurden in Bayern sogenannte Rettungstreffpunkte definiert. Das System wurde primär für Arbeitsunfälle im Forst entwickelt, bietet sich aber natürlich auch für alle Arten von Unfällen durch Freizeitaktivitäten im Wald an. Im Bereich Bobingen befinden sich die folgenden Rettungstreffpunkte:
A-L 2601 Bobingen, Bushaltestelle am Krankenhaus
A-L 1602 Straßberg, Frieda-Forster-Straße beim Gasthof „Reichsadler“
A-L 2603 Burgwalden, Parkplatz
A-L 2604 Großer Wanderparkplatz an der A13 zwischen Reinhartshausen und Straßberg
A-L 2605 Reinhartshausen Bushaltestelle „Engel“
A-L 2606 Waldberg, Bushaltestelle an der Kreuzung Ortsmitte


Die Rettungstreffpunkte sind durch Schilder mit der genauen Bezeichnung gekennzeichnet und der Leitstelle und den Rettungskräften bekannt. Der Anrufer muss so nur den nächsten Rettungstreffpunkt durchgeben und dort auf die Rettungskräfte warten. Bei Aktivitäten im Wald sollten Sie sich vorher über die Rettungstreffpunkte in Ihrer Nähe informieren.
Am besten funktioniert das System, wenn man mit mindestens drei Personen unterwegs ist. So kann eine Person beim Verletzten bleiben, während die andere zum Rettungspunkt kommt und die Rettungskräfte zur Unfallstelle führt. Zur Erinnerung, niemals alleine und niemals ohne Schutzausrüstung Arbeiten mit der Kettensäge im Forst durchführen!

Flyer Richtig Retten der Bayerischen Forstverwaltung


www.rettungskette-forst.de

 

 

Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben! Die Opfer eines Wohnungsbrandes sterben normalerweise durch die hochgiftigen Rauchgase und nicht durch die direkte Einwirkung des Feuers. Schlafende erwachen nicht durch den Rauch, sondern werden durch diesen zusätzlich betäubt. Rauchmelder schlagen bereits bei geringer Rauchentwicklung Alarm und ermöglichen somit eine rechtzeitige Flucht. Für Neubauten sind Rauchmelder bereits Pflicht, in ihrem eigenen Interesse sollten sie auch ihre bestehende Wohnung damit ausrüsten. Vernetzte Rauchmelder bringen, vor allem bei größeren Wohneinheiten, zusätzliche Sicherheit. Hier schlagen alle Rauchmelder Alarm, bereits wenn nur ein einzelner Melder Rauch detektiert.

Nach Artikel 46 Absatz 4 BayBO (Bayerische Bauordnung) sind die Eigentümer vorhandener Wohnungen verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 nachzurüsten. Hierbei müssen in Wohnungen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, mit jeweils mindestens einem Rauchmelder ausgerüstet werden.

 

 

Sirenensignale

Im Gebiet der Kernstadt Bobingen stehen für Alarmierungszwecke drei Sirenen zur Verfügung. Diese dienen sowohl der FF Bobingen zur Alarmierung als auch zur schnellen Warnung der Bevölkerung. Die Alarmierung der FF Bobingen mittels Sirene erfolg nur auf Anforderung durch die FF Bobingen selbst, und wird nur eingesetzt, wenn erhöhter Personalbedarf besteht. Dies ist z.B. der Fall bei Vermisstensuche oder Unwetterkatastrophen. Ob es sich um einen Feuerwehreinsatz oder um eine Warnung der Bevölkerung handelt kann man am Signal erkennen.

Feuerwehr: 1 Minute Dauerton mit 2 x 7 Sekunden Pause

Warnsignal: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton

Im Falle des Warnsignals sollten sie umgehend einen Rundfunkempfänger für weitere Informationen einschalten. Probealarme für das Feuerwehrsignal finden an vier Samstagen im Jahr, jeweils um ca. 11:30 Uhr statt. Termine für die Sirenen-Probealarme-Feuerwehr sind 2017 am 21.01, am 08.04, am 01.07 und am 16.09. 


Probealarme für das Warnsignal sind 2017 am 19.04 und am 18.10. Dies ist immer an einem Mittwoch, gegen 11:00 Uhr.

 

 

 

 

Digitalfunk

Das Thema Digitalfunk ist bereits seit Jahren in den Medien, und wird teilweise kontrovers diskutiert. Hierbei geht es um die Ablösung der alten analogen Funknetze der  Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), durch ein deutschlandweites digitales Funknetz.
Die derzeit eingesetzten analogen Funkgeräte, sind bis zu 50 Jahre alt. Eine Weiterentwicklung der Geräte für den analogen BOS Funk findet praktisch nicht mehr statt. Bund und Länder haben daher beschlossen ein landesweites Digitalfunknetz aufzubauen.

Der Startschuss erfolgte letztendlich am 1.Juni 2007 durch die Unterzeichnung eines Verwaltungsabkommens zwischen Bund und Ländern. Das Digitalfunknetz in Bayern wird abschnittsweise in Betrieb genommen.
Der aktuelle Stand in Bobingen ist der folgende:
Seit dem 01.07.2015 erfolgt die Kommunikation mit der ILS Augsburg mittels Digitalfunk. Als Rückfallebene verbleiben die analogen Fahrzeugfunkgeräte zunächst in den Fahrzeugen. Die Alarmierung erfolgt zunächst weiterhin auf dem analogen 4m Band. Geplant ist die Alarmierung in Bayern, zeitnah ebenfalls über den (TETRA) Digitalfunk zu realisieren.

Feuerwehrführerschein

Seit Einführung der neuen Führerscheinklassen im Jahr 1999, dürfen Besitzer der PKW Führerscheinklasse B nur Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 t führen. Die alte PKW Führerscheinklasse 3 berechtigte jedoch Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 t zu führen. Dies stellt vor allem kleinere Feuerwehren und die Rettungsdienste vor Probleme, da hier meist Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 7,5 t verwendet werden. Um einem absehbaren Mangel an Fahrern für diese Fahrzeuge entgegenzuwirken, hat der Gesetzgeber  im Jahr 2009 den sogenannten Feuerwehrführerschein ermöglicht. Dieser Feuerwehrführerschein ermöglicht Mitgliedern der Hilfsorganisationen mit Führerscheinklasse B nach einer organisationsinternen Ausbildung Fahrzeuge mit bis zu 7,5 t zu führen. Der Feuerwehrführerschein findet bei der FF Bobingen keine Anwendung, da fast alle Großfahrzeuge schwerer als 7,5 t sind und die kleineren Fahrzeuge max. 3,5 t haben. Die Großfahrzeuge dürfen somit, wie schon bei den alten Führerscheinklassen, nur mit einem LKW Führerschein (Klasse C bzw. 2) gefahren werden.

 

 

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